Was hilft gegen Sodbrennen?

Was hilft gegen Sodbrennen?

Schnelle Hilfe bei Sodbrennen – das wünscht sich jeder, den der brennende Schmerz in der Speiseröhre quält. Gegen die akuten Symptome stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Langfristig können einige Veränderungen in puncto Ernährung und Stressabbau dabei helfen, der Entstehung neuer Beschwerden vorzubeugen.

Hilfe bei Sodbrennen: Magensäure im Fokus

Im Fokus der Behandlung von Sodbrennen steht die Magensäure. Dabei können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen, um akute Symptome zu lindern. Grundsätzlich werden zwei wichtige Strategien zur medikamentösen Reflux-Behandlung unterschieden:

  • Magensäure neutralisieren
    Medikamente, die die Magensäure binden und neutralisieren, werden „Antazida“ genannt. Sie kommen meist dann zum Einsatz, wenn Sodbrennen nur gelegentlich auftritt. Ihre Wirkung tritt schnell ein, ist allerdings auf etwa zwei Stunden beschränkt.
  • Magensäure reduzieren
    Andere Wirkstoffgruppen greifen einen Schritt früher ins Geschehen ein: Die sogenannten H2-Blocker hemmen für mehrere Stunden die Säureausschüttung im Magen. Als besonders wirkungsvolle Arzneimittel gegen Sodbrennen gelten Protonenpumpenhemmer. Denn sie blockieren die Säurepumpe im Magen direkt und reduzieren so die Magensäure-Produktion besonders stark und nachhaltig für bis zu 24 Stunden. Protonenpumpenhemmer sind deshalb oft die Therapie der Wahl, wenn Sodbrennen häufiger auftritt.

Mehr über Medikamente bei Sodbrennen.

Sodbrennen Die wichtigsten Säurelocker

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Fettes & Frittiertes

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Geräuchertes & Gepökeltes

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Kaffee

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Süßes

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Scharfes

6 / 7

Alkohol

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Nikotin

Sodbrennen – was hilft? Weitere Maßnahmen

Zusätzlich zu einer gezielten Behandlung durch Medikamente haben sich einige weitere Maßnahmen bewährt, um Sodbrennen in den Griff zu bekommen.

Bei akuten Symptomen

  • Viel Wasser oder ungesüßten Kamillentee trinken. Die Flüssigkeit spült die Säure zurück in den Magen und kann dort auch leicht verdünnend wirken.
  • Wenn Sodbrennen nachts auftritt: Oberkörper höher lagern.
  • Nach einem schweren Essen einen kleinen Verdauungsspaziergang machen.

Zur Vorbeugung neuer Beschwerden

  • Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilen.
  • Gut bekömmliche Speisen wie gedünstetes Gemüse, Kartoffeln oder Reis bevorzugen.
  • Auf stark fetthaltige, sehr süße oder scharfe Speisen verzichten.
  • Statt Kaffee und kohlensäurehaltiger Getränke lieber auf sanfte Durstlöscher wie stilles Wasser oder Kräutertee zurückgreifen.
  • Langsam essen und gründlich kauen.
  • Stress vermeiden und bewährte Entspannungsmethoden (z. B. Yoga, Autogenes Training) für einen gezielten Stressabbau nutzen.
  • Auf das Rauchen verzichten
  • Alkohol vermeiden

Tipps gegen Sodbrennen

Kleinere Portionen
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Kleinere Portionen

Wer tagsüber vor lauter Hektik nicht zum Essen kommt, neigt dazu, abends mit großem Hunger über die Stränge zu schlagen. Sodbrennen ist dann häufig die Folge. Die erste wichtige Gegenmaßnahme: Achten Sie darauf, dass Sie über den Tag verteilt lieber mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen statt weniger großer. So sorgen Sie dafür, dass der Magen nicht zu stark belastet wird. Studien haben gezeigt, dass in diesem Zusammenhang ein psychologischer Trick helfen kann: Denn wer von kleineren Tellern isst, kann eine übermäßige Kalorienzufuhr oft vermeiden.

Angenehme Ess-Atmosphäre
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Angenehme Ess-Atmosphäre

Wer sein Essen hektisch hinunterschlingt, bekommt recht schnell die Quittung in Form von Unwohlsein oder Sodbrennen zu spüren. Deshalb gilt: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Ihre Mahlzeiten und sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre. Verordnen Sie Störfaktoren wie Telefon oder Laptop eine Sendepause. Essen Sie langsam und kauen Sie gründlich – so leisten Sie wichtige Vorarbeit für die Verdauung und merken zudem rechtzeitig, wann sich ein Sättigungsgefühl einstellt.

Wenn Sodbrennen nachts quält
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Wenn Sodbrennen nachts quält

Sodbrennen kann einem wirklich den Schlaf rauben. Denn im Liegen steigt der saure Mageninhalt noch leichter in die Speiseröhre auf. Ein kleiner Trick schafft Abhilfe: Stellen Sie das Kopfteil etwas höher oder legen Sie ein dickeres Kissen unter. So wirkt die Schwerkraft besser und die Beschwerden lassen oft spürbar nach. Übrigens: Wer zu Sodbrennen neigt, sollte auf üppige Mahlzeiten am späten Abend verzichten.

Stress vermeiden
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Stress vermeiden

Stress und Hektik können die Säureproduktion im Magen nach oben treiben und auf diese Weise Sodbrennen begünstigen. Zudem erschlafft die Muskulatur im Verdauungstrakt, wenn wir im „Stress-Modus“ sind. Die Folge: Auch der Schließmuskel, der normalerweise den Magen nach oben hin abdichtet, wird dann gelockert. Oft ist es gar nicht so einfach, das „Hamsterrad“ anzuhalten. Vielen Betroffenen helfen Entspannungsmethoden wie zum Beispiel Yoga, Autogenes Training oder Muskelentspannung nach Jacobson.

Übergewicht abbauen
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Übergewicht abbauen

Überflüssige Pfunde gelten als wichtiger Risikofaktor für Sodbrennen. Denn bei Übergewicht steigt der Druck im Bauchraum, sodass die Magensäure leichter in die Speiseröhre zurückfließen kann. Wichtig ist, auf Crash-Diäten zu verzichten und stattdessen lieber auf eine nachhaltige Umstellung der Ernährung zu setzen. Oft hilft es dabei, für eine oder zwei Wochen ein Essprotokoll zu führen und die verzehrten Speisen und Getränke zu notieren. Vermerken Sie auch, in welchen Situationen Sie essen. Denn auch diese Informationen sind oft sehr aufschlussreich und bieten wichtige Ansatzpunkte für Verhaltensänderungen.

Gut zu wissen: Gut zu wissen:

Ein zu eng geschnallter Gürtel oder enge Hosen können den Druck im Bauchraum ebenfalls erhöhen und auf diese Weise Sodbrennen begünstigen.

Sodbrennen Wann zum Arzt?

Tritt Sodbrennen häufiger auf, sollten Sie die Ursachen ärztlich abklären lassen. Das gilt insbesondere dann, wenn sich die Beschwerden verschlimmern, wenn Vorerkrankungen bestehen oder Alarmsymptome auftreten. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Schluckbeschwerden
  • Erbrechen
  • Blut im Stuhl
  • Ungewollter Gewichtsverlust

Erste Anlaufstelle bei Sodbrennen ist der Hausarzt. Falls notwendig kann er eine Überweisung zum Gastroenterologen veranlassen.

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